Kosten des Atomausstiegs – Ein unkalkulierbares Risiko

Atomausstieg

Kosten des Atomausstiegs – Ein unkalkulierbares Risiko

By EnergyBig 0 Comment März 21, 2019

Wie teuer wird der Atomausstieg – und was kostet das fix und fertig die Steuerzahler? Diese Frage wird nach der Sommerpause den Bundestag beschäftigen. Klar ist bislang: Es wird ein vermögen kosten. Wie teuer, lassen neue Zahlen für den Rückbau des AKW Greifswald erahnen. Was kostet der Atomausstieg? Wir haben eine Rechnung mit einigen Unbekannten: So lassen sich die Kosten der Endlagerung seriös kaum vorhersagen. Und schon jetzt steht fest, dass auch der Rückbau der Atomkraftwerke deutlich teurer werden dürfte als bisher behauptet. Allein der Rückbau des ehemaligen DDR-Kraftwerks bei Greifswald – ursprünglich mit 3,2 Milliarden Euro veranschlagt – dürfte mindestens 6,5 Milliarden kosten. Diese Zahl gab jetzt der Chef der Energiewerke Nord, Henry Cordes, gegenüber der ARD erstmals bekannt. Die Regierung hatte Ende 2015 die sogenannte „Atomkommission“ ins Leben gerufen. Sie sollte darüber entscheiden, wie viel des gesamten Kostenrisikos die Energieversorger und wie viel die Steuerzahler tragen sollen. Ihr Abschlussbericht liegt seit April vor, der Bundestag wird im Herbst darüber entscheiden. Laut Empfehlung der Atomkommission sollen die Konzerne nun einen festen Betrag für die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls an den Staat überweisen.

Gemessen am Niveau 2010 nahm der Energieverbrauch in Deutschland insgesamt jedoch kaum zu. Die Haushalte benötigen die weitaus meiste Energie fürs Heizen: 70 Prozent der Energie wird für die Raumwärme genutzt. In viele neue Wohnungen werden keine Ölheizungen mehr eingebaut, daher sank der Verbrauch von Mineralöl. Besonders stark zugenommen hat im vergangenen Jahr der Verbrauch von Gas (plus 5,7 Prozent), während jener von Mineralöl um 3,6 Prozent sank. Ölheizungen werden in viele neue Wohnungen nimmer eingebaut. Der Konsum von Strom und Kohle (plus 0,5 Prozent beziehungsweise plus 0,8 Prozent) legte leicht zu. Fernwärme wurde nicht ganz genutzt. Bei erneuerbaren Energien gab es erstmals einen leichten Rückgang (minus 1,3 Prozent), da Verbraucher weniger Holz und Pellets verheizten. Umweltwärme und Solarthermie wuchsen hingegen stark. Langfristig ist der Trend zu erneuerbaren Energien aber deutlich: Seit 2010 legte ihr Verbrauch um 16,7 Prozent zu, während etwa der von Kohle um fast 52 Prozent sank. Der Anteil der Erneuerbaren ist auf 13 Prozent der gesamten Haushaltsenergie der Deutschen gestiegen. Während der Verbrauch von Fernwärme (plus 14,3 Prozent) und Gas (plus 10,6 Prozent) seit 2010 deutlich gestiegen ist, wird deutlich weniger Mineralöl und Strom benötigt. Bei letzterem steht ein Minus von 7,6 Prozent – auch dank immer sparsamerer Elektrogeräte. Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. Oktober 2018 um 12:00 Uhr.

Es gab Zeiten, da hat sich Uwe Leuthold bei seinem Lieblingsverein geekelt. Wenn er im Block des Rudolf-Harbig-Stadions zwischen den treuesten, aber auch härtesten Anhängern von Dynamo Dresden stand, und von dort aus Affenlaute auf das Spielfeld gebrüllt wurden, sobald ein dunkelhäutiger Spieler des Gegners an den Ball kam. Oder wenn wieder dieser Gesang ertönte: „Eine U-Bahn bauen wir, von Jerusalem bis nach Auschwitz, eine U-Bahn bauen wir.“ Leuthold hat sich dann geschämt. Aber es war irgendwie auch normal – damals in Dresden, in den Neunziger- und Nullerjahren. Am Samstag empfängt der sächsische Zweitligaklub den Ostrivalen 1. FC Magdeburg. Es werden dann wieder harte Kerle im K-Block des Rudolf-Harbig-Stadions stehen. Es wird vielleicht auch mehrere TV-Bilder geben, die sich Funktionäre im professionellen Fußball nicht länger wünschen. Pyrotechnik, Schmähplakate gegen den DFB. Aber Uwe Leuthold, ein jahrelanger Dynamofan und Buchautor übern Klub („SG Dynamo Dresden. Fußballfiebel“) hat trotzdem ein erwartungsfroh.

Es herrscht ein dickes Paket, das die EU-Kommission für den Klimaschutz geschnürt hat: mehr Geld soll fließen, mehr Jobs sollen entstehen. Die Verbrauchern sollen profitieren, Kritiker erkennen darin einen Bremsklotz für die Energiewende. Das Energiepaket der EU-Kommission soll ganz viel schlagartig leisten: Zum einen soll es sicherstellen, dass die Europäer ihre Klimaziele erreichen, anderseits sollen aber auch die Verbraucher zufrieden gestellt und nicht durch zu hohe Kosten überfordert werden. Obendrein will die Kommission den Europäern ein Energie-Einsparziel verschreiben: Erzielt werden soll dies ebenso durch mehr Wärmedämmung bei Gebäuden. Dass sie sich an bestimmte Stromfresser aus dem Alltag – wie Duschköpfe, Kaffeemaschinen und Toaster – vorerst nicht heranwagen würde, hatte die Kommission bereits versprochen. Sie will sich nicht dem Verdacht aussetzen, alles regeln zu wollen. Bis 2030 sollen im Vergleich zum Jahr 1990 30 Prozent der Energie eingespart werden. Der Anteil an Erneuerbarer Energie am EU-weiten Verbrauch soll bis 2030 mindestens 27 Prozent ausmachen. Durch die neuen Regelungen sollen bis 2030 Spanne 177 Milliarden Euro an Investitionen die Energiewende fördern, zudem sollen im Gesamtzeitraum rund 900.000 neue Jobs geschaffen werden. Stromanbieter und -verteiler müssen auch nach 2020 jährlich mindestens 1,5 Prozent Energie einsparen. Gasanbieter sollen verpflichtet werden, mehr auf Biogas umzusteigen. Die Sanierung von Gebäuden soll stärker gefördert werden, etwa die Wärmedämmung und die Umstellung auf energiesparende Technik und Geräte. Geldern mobilisieren. Bis Mitte des Jahrhunderts sollen keine fossilen Brennstoffe mehr in Gebäuden genutzt werden. Verbraucher sollen leichter ihren Stromanbieter wechseln können. Der so verstärkte Wettbewerb soll die Strompreise senken.

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